Der Einfluss der Kolonialherrschaft in Indien
Abgelegt in: AllgemeinIndien ist ähnlich wie China oft als günstiges Produktionsland für alltägliche Bedarfsgüter wie Wickeltaschen oder Motorradreifen bekannt. Indien ist aber vor allem ein wunderschönes Reiseland, das es sich auf jeden Fall zu besuchen lohnt. Die orientalische Kultur hat für die meisten westlichen Touristen einen exotischen Flair, der sie fasziniert und dazu animiert, dieses Land, seine Menschen und deren Lebensweise näher zu erkunden.
Neben den vielen schönen Landschaftsbildern und den Artenvielfalt in der Tierwelt, gelten vor allem die Kunstbereiche Indiens als sehenswert. Die besonders schöne und vielfältige Architektur nimmt hier einen besonderen Stellenwert ein. Indien ist ein Vielvölkerstaat, in dem so viele verschiedene Kulturen und Völker zusammentreffen, wie kaum in einem anderen Land. Da jede einzelne Kultur ihren Einfluss hat und das Land prägt, ist vor allem die Architektur besonders vielfältig. Auch die zahlreichen Religionen in Indien tragen zur Vielfalt der Architektur bei, da viele Religionen einen ganz eigenen Stil beim Bau ihrer Gotteshäuser verfolgen. Auch der Einfluss der Kolonialzeit ist in vielen Teilen Indiens an den Bauwerken ganz offensichtlich.
Überhaupt hat die Kolonialzeit unter Großbritannien Indien sehr geprägt; abgesehen von der Architektur finden sich Spuren der Kolonialherrschaft in der Literatur, die oft auf English verfasst ist und sich mehr und mehr westlichen Themengebieten annähern, der Malerei, die seit dem 19. Jahrhundert sehr stark am Westen orientiert ist, heute aber auch wieder traditionelle Elemente aufgreift und natürlich im Sport. Cricket, Hockey und Fußball sind die Lieblingssportarten in Indien und unverkennbar britisch geprägt.
Das prägnanteste Überbleibsel der Kolonialzeit ist aber die Sprache. Englisch gilt neben Hindi landesweit als Amtssprache (zusätzlich zu weiteren 21 Sprachen, die regional als Amtssprache anerkannt sind), auch wenn immer wieder Stimmen laut werden, die das gerne ändern würden. Trotzdem wird auch heute noch ein Großteil des Schulunterrichts auf Englisch gehalten.
Man braucht aber trotz der vielen anderen Sprachen, die in Indien gesprochen werden keine Angst zu haben, wegen Verständigungsproblemen verloren zu gehen. In der Regel findet man zumindest in den Städten genug Ansprechpartner, mit denen man sich gut auf Englisch verständigen kann. Wer sein Englisch etwas Aufbessern möchte, der kann ja im Internet nach dem Stichwort „Englisch + Name der Stadt“ suchen und wird da sicherlich fündig werden.