Geschichte Indiens
Indien kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, deren Ursprünge und Traditionen weit zurückreichen. Durch die Einflüsse der verschiedensten Kulturformen wurde Indien im Laufe der Jahrhunderte geprägt und zu dem gemacht, was es heute ist. Hier sollen nur einige der wichtigsten Stationen der indischen Geschichte beleuchtet werden, die für die Entwicklung Indiens maßgeblich waren oder teilweise heute noch nachwirken.
Von ersten Formen der Zivilisation bis zum Untergang der Großreiche der klassischen Zeit
Indus (ab ca. 3000 - 1500 v.Chr.)
Die Induskultur oder auch Harappa-Kultur genannt, ist die erste organisierte Form der Zivilisation im indischen Raum und eine der ältesten Zivilisationsformen überhaupt. Es wird geschätzt, dass die Indus-Kultur in ihrer Hochzeit einmal ungefähr 5 Millionen Einwohner in mehreren Städten und Siedlungen (wahrscheinlich über 100) umfasst haben soll. Die Bevölkerung Indus war urban organisiert in Kulturzentren wie der antiken Stadt Harappa (daher auch der Name Harappa-Kultur), ging der Landwirtschaft und dem Handwerk nach, trieb regen Handel mit Holz, Schmuck und Gewürzen, war wissenschaftlich engagiert und hegte und pflegte Künste wie das Schmuckhandwerk, Tanz und Musik und entwickelten sowohl eine eigene Sprache als auch eine eigene Schrift, die bis heute nicht gedeutet werden konnte. Aus ungeklärten Gründen verschwand diese Hochkultur fast spurlos und ist bis heute nur in kleinen Teilen erforscht.
Vedische Zeit (1500 - 500 v. Chr.)
In der vedischen Zeit fanden sich einige einwandernden Stämme sowie einige ansässige Stämme zusammen; die teils nomadisch lebenden Menschen fanden sich zu Siedlungen zusammen und wurden sesshaft. Wichtig ist die vedische Zeit auch, weil in dieser Zeit das Kastensystem begründet wurde und sich die Glaubensrichtungen Jainismus und Buddhismus etablierten.
Maurya-Reich (320 - 185 v. Chr.)
Das Maurya-Reich wurde 320 v. Chr. von Chandragupta Maurya gegründet und bezeichnet das erste Großreich Indiens. Unter Samrat Ashoka (268 - 232 v. Chr.)war das Maurya-Reich das größte der indischen Antike, das fast den gesamten indischen Subkontinent umfasste. Nachdem Ashoka zum Buddhismus konvertierte galten in der Politik des Maurya-Reichs galten Gewaltlosigkeit und soziales Engagement als oberste Grundsätze. Nach der Ermordung von Ashokas Enkel Brihadratha folgte der Maurya-Dynastie die Shunga-Dynastie über.
Gupta-Reich (320 – 510 n. Chr.)
Unter Chandragupta I. (320-335) kamen die Guptas an die Macht und vereinten die vielen Kleinstaaten Indiens wieder zu einem Großreich, das sich unter dem Sohn Samudragupta (335-375) noch weiter ausdehnte. Der Sohn Samudraguptas, Chandragupta II. (375-415), erkannte die Wichtigkeit sich Gebiete durch eine geschickte Heiratspolitik zu sichern und ging daher eine Verbindung mit einer Tochter Rudrasenas II. aus der Vakataka-Dynastie ein. Auf diese Weise drohten ihm aus dem Süden keine Angriffe, so dass er sich auf das Einnahmen des Westens konzentrieren konnte. Durch den regen Handel gelangte Indien in dieser Zeit zu einigem Wohlstand. Das Guptareich ging wurde in den nächsten Jahren häufig von anderen Völkern (Hunnen) angegriffen und unterlag. Mit jedem Angriff wurde das Großreich weiter zerschmettert bis es sich im Laufe der Zeit (bis 550)vollkommen auflöste.
Falls Sie Informationen zur indischen Flagge bzw. deren Entwicklung benötigen, finden sie diese bei Nationalflaggen. Wir werden diese Informationen demnächst auch hier auf dieser Seite integrieren.