Indien Land der Kontraste
Abgelegt in: AllgemeinFast kein anderes Land der Erde ist so kontrastreich wie Indien. So scheint der wankende Riese Indien, ein Subkontinent mit fast einer Milliarden Menschen zu den viel versprechensten aber gleichzeitig auch zu den problemreichsten Schwellenländern dieses Jahrhunderts zu gehören.
Strahlen Metropolen wie Mumbai oder New Delhi auf der einen Seite mit Glanz, Glammer und Film. So schockieren und erschrecken die Zustände und Lebensbedingungen der ärmlichen Landbevölkerung und die stetig wachsende Slumkolonialisierung. Indien, für viele Menschen ein Land der Träume, für Backpacker, Aussteiger, Andersdenkende, Hippies, aber auch für normale Menschen und Neureiche ein Land der Investition und des Wohlfühlurlaubs.
Die Standards Indiens sind sicherlich nicht überall mit dem westlichen Vorbild zu vergleichen. Oft herrschen gerade in den ländlichen Bezirken katastrophale sanitäre und hygienische Zustände. Wo Badezimmer in Deutschland mit funktionstüchtigen Jado Badarmaturen ausgestattet sind, gibt es in Indien statt einer Toilette ein Loch im Boden und die Dusche ersetzt ein Kübel Wasser mit kleinem Eimer zum abbrausen.
Trotz der Armut und des schwierigen Lebens, strahlt Indien immer wieder aufs Neue durch seine unvergleichliche Bevölkerung. So sind in Indien zahlreiche verschiedene Ethnien, Kulturen und Religionen auf einem Land zusammen geschweißt. Es gibt 21 Amtssprachen und viele Hundert weitere lokale Dialekte und Sprachen. Der Kontrast innerhalb eines Landes könnte nicht größer sein.
Auch der Schatz der Natur kommt in Indien nicht zu kurz. So gibt es noch zahlreiche unberührte Regen- und Savannenwälder. Mit den Sundarbans besitzt Indien das größte funktionierende Mangrovenökosystem der Erde und auch die spektakulären Gipfel des Himalajas warten mit einer einzigartigen Flora und Fauna auf.
Es bleibt Indien nur zu wünschen, das es in Zukunft zu den traditionellen Wurzeln und den Überlegungen eines kleinen Mannes namens Mahatma Gandhi zurück finden wird und sein wirtschaftliches Wachstum nicht auf Kosten armer Menschen und dem Schatz der Natur aufbauen wird. Demnach bleibt nur zu sagen Om namo bhagavate vasudevaya.