Yoga und Ayurveda
Der Gesundheits Tourismus bzw. der Andrang auf traditionelle indische Formen der Meditation, der Massage oder Heilpraktiken gewinnen im heutigen Indien immer mehr an Bedeutung. Das Ursprungsland des Yoga und des Ayurveda reizt viele Touristen, um diese Kulturformen der Wellness Behandlungen einmal in ihrer ursprünglichen Form kennenzulernen und erleben zu dürfen.
Yoga
Yoga bezeichnet eine Form der indischen Philosophie; diese lässt sich sowohl in geistiger Form durch beispielsweise Mediation als auch in körperlicher Form wie Übungen ausüben; aber auch Atemübungen und Askese sind Formen des Yoga. Die Ursprünge des Yoga gehen zurück bis in die Zeit um ca. 700 v.Chr., in der man bereits erste Formen der Meditation und Atemübungen kannte. Die ursprünglichen Ansätze des Yogas sind sehr stark von den Religionen (Hinduismus und Buddhismus) geprägt, da Yoga als meditativer Weg zur Erleuchtung galt.
Heute ist das Ziel des Yoga Körper und Geist in Einklang, also in Harmonie zu bringen sowie den Körper zu kräftigen und zu mobilisieren. In europäischen Yoga-Schulen können die Schwerpunkte teilweise auch anders liegen, je nachdem welche Art des Yoga gelehrt wird und welche Ziele (Abbau von Stress, Ausgeglichenheit, Gesundheitstraining, etc.) für die Teilnehmenden angestrebt werden.
Ayurveda
Ayurveda ist eine traditionelle Form indischer Heilkunst. Übersetzt man den Begriff „Ayurveda“ bedeutet er „Lebenswissenschaft“ und genau dieses Prinzip vertritt es auch. Ayurveda betrachtet den Mensch als Ganzes und zielt darauf ab, das Leben so einzurichten, dass krank machende Umweltfaktoren ausgeschaltet werden; dazu gehören beispielsweise Stress oder ungesunde Essgewohnheiten. Weiterhin muss, nach ayurvedischer Sicht, darüber Klarheit geschaffen werden, welche Doshas (Temperamente, Energien) ein Mensch besitzt. Traditionellerweise werden hier drei unterschieden: Vata, Pitta und Kapha.
Problematisch ist allerdings in den letzten Jahren die Einnahme von indischen Ayurveda Medikamenten geworden, da diese Medikamente noch nicht genügend strengen Kontrollen unterzogen werden und daher Verunreinigungen durch beispielsweise Schwermetalle aufweisen können, die eventuell zu Vergiftungen und anderen starken Nebenwirkungen führen können.